Die Digitalisierung verändert unsere Wirtschaft und die Gesellschaft grundlegend. Unternehmen sind hierbei zentrale Akteure: Mit ihren Innovationen treiben sie die digitale Transformation voran. Zugleich sind sie selbst getrieben, sich dem digitalen Wandel mit neuen Geschäftsmodellen anzupassen. Welche Verantwortung leitet sich daraus ab?
Der digitale Wandel eröffnet zahlreiche Chancen für die gesellschaftliche Zusammenarbeit: Neue Freiheiten, geteiltes Wissen, mehr soziale Teilhabe, eine höhere Ressourceneffizienz – die Aussichten auf ein besseres Leben dank digitaler Technologien sind vielfältig. Von selbst werden sich diese Effekte jedoch nicht einstellen. Neben Anpassungen von Recht und Gesetz sind Veränderungen im Handeln und in den Haltungen der Menschen nötig. Das verlangt Transformationsprozesse. Deren Gestaltung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Unternehmen kommt dabei eine wichtige und zugleich ambivalente Rolle zu: Als Treiber digitaler Innovationen verfügen sie oft über Wissensvorsprünge und digitale Ressourcen. Mit den daraus erwachsenden Möglichkeiten können sie den digitalen Wandel positiv oder negativ beeinflussen; bei gesellschaftlichen Herausforderungen Teil der Lösung oder Teil des Problems sein. Umso mehr stellt sich die Frage: Welche Verantwortung tragen Unternehmen im digitalen Zeitalter?
Im gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung herausgegebenen Sammelband „Unternehmensverantwortung im digitalen Wandel“ vermitteln wir aus verschiedenen Blickwinkeln Orientierungen.
Unsere CDR-Aktivitäten:
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[item title="Unternehmensverantwortung im digitalen Wandel: Sammelband und Debattenforum"]
Der von Bertelsmann Stiftung und WZGE herausgegebene erste Sammelband "Unternehmensveranwortung im digitalen Wandel: Ein Debattenbeitrag zu Corporate Digital Responsibility" führt theoretische und praxisorientierte Perspektiven zusammen und erschien im Oktober 2020. 84 Autor*innen aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen sind mit 46 Artikeln beteiligt. Das Themenspektrum reicht von grundlegenden ethischen Fragen über neue Anforderungen an Wertschöpfungsprozesse und Geschäftsmodelle bis hin zu konkreten Herausforderungen digitaler Organisation, Zusammenarbeit und Führung in Unternehmen. Wir haben uns mit drei Beiträgen beteiligt:
Beitrag Andreas Suchanek: CDR: primum non nocere
Beitrag Philipp Schreck: Digitalisierung, Unternehmensverantwortung und Collective Action
Das gesamte Buch steht hier zum Download bereit.
Begleitend zur Publikation traten im digitalen „CDR-Debattenforum“ zwischen Juli und Dezember 2020 Autor*innen des Buches mit Praktiker*innen in den Austausch, z.B. vom Bundesarbeiterverband Chemie (BAVC), von Facebook, der Otto-Group oder der VNG AG.
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[item title="Chemie-Sozialpartner: Daten- und Algorithmenethik in der Arbeitswelt"]
Im Prozess Work@Industry 4.0 haben die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) gemeinsame Orientierungen für die Arbeit der Zukunft entwickelt. Wir haben die Sozialpartner beim Thema „Daten- und Algorithmenethik in der Arbeitswelt“ unterstützt. In einer Benchmarkanalyse (Praxisprojekt XV) analysierten Doktoranden unseres Kollegs 200 nationale und internationalen Leitbilder und Kodizes zur Daten- und Algorithmenethik und werteten diese nach den Kriterien „Relevanz“, „Qualität“ und „Diversität“ aus. Im Ergebnis entstand ein Muster aus zehn wiederkehrenden Kernwerten und Konfliktfeldern, die den Sozialpartnern äußere Anhaltspunkte für die internen Diskussionen vermittelt haben.
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