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Die Digitalisierung kann gestaltet werden

20 StudentInnen, 14 ImpulsgeberInnen, 5 Tage, 2 Städte
In der 3. Herbstakademie ging es um Wirtschaftsethik und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung.

Wem vertrauen wir unsere Gesundheitsdaten an? Wie organisieren wir Verantwortung beim automatisierten Fahren? Welche Chancen und Risiken eröffnet die automatische Gesichtserkennung? Das waren einige der Fragen, die im Zuge der knapp einwöchigen Wittenberger Herbstakademie zwischen TeilnehmerInnen und Impulsgebern diskutiert wurden. Bereits zum dritten Mal hatte das WZGE das Format ausgeschrieben, und 20 StudentInnen von 13 Universitäten und 14 Disziplinen hatten sich in einem Auswahlverfahren für die Teilnahme qualifiziert. Finanziert wurde die Herbstakademie von der Heinz und Heide Dürr Stiftung.

Konzepte und Methoden der Wirtschafts- und Unternehmensethik vermittelten die Professoren Philipp Schreck, Andreas Suchanek und Ingo Pies. Dr. Martin von Broock stellte das WZGE vor und schlug die Brücke von der Wirtschaftsethik zum Thema Digitalisierung. Damit war der Grundstein für den Dialog mit der Praxis gelegt: Dr. Stephan Hans von der SDA SE, einem IT-Beratungsunternehmen, erörterte die Chancen und Herausforderungen digitaler Prozesse im Gesundheitswesen. Dr. Martin Stadler, Referatsleiter für Versicherungsrecht und Grundsatzfragen bei der Allianz SE, legte dar, wie sich Verantwortung beim automatisierten Fahren organisieren lässt. Vizepräsident Michael Jones vom Berliner Startup EyeEm zeigte mögliche Anwendungen beim Thema automatische Gesichtserkennung auf. Und Friederike Fröhlich vom WZGE diskutierte die ethischen Herausforderungen algorithmisierter Entscheidungsprozesse. Teil der Akademie war darüber hinaus die Teilnahme an der Diskussion „Die Weltveränderer – Generation Y zwischen Erfolg und Ethik“ im Telefónica Basecamp in Berlin mit dem Unternehmer Heinz Dürr, dem Flixbus-Gründer Daniel Krauss und der Autorin Katharina de Biasi, die auch Alumna des Doktorandenkollegs „Ethik und gute Unternehmensführung“ am WZGE ist.

In ihrer Bewertung hoben die TeilnehmerInnen vor allem die Kombination aus wissenschaftlichen und praktischen Impulsen sowie die Vielfalt von Methoden und Formaten hervor. Positive Rückmeldungen kamen auch von den Referenten: In den engagierten Diskussionen mit den TeilnehmerInnen erhielten auch sie neue Denkanstöße.