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Unternehmensverantwortung in der Corona-Krise

Wie nehmen Bürger*innen die Wirtschaft in der Krise wahr? Wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in Märkte und Unternehmen? Welche Konflikte zeichnen sich ab? Wir haben repräsentative Daten erhoben und eingeordnet.

Wie gut wir aus der aktuellen Krise herauskommen, wird auch von der Leistungsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems abhängen. Dabei spielt die öffentliche Wahrnehmung von Unternehmen eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit Prof. Philipp Schreck von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben wir eine Studie zur „Unternehmensverantwortung in der Coronakrise“ erarbeitet. Sie basiert auf einer repräsentativen Umfrage mit über 2.500 Befragten, die im Zeitraum von November ‘20 bis Februar ‘21 durch das Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt wurde. Die Kernergebnisse im Überblick:

Systemveränderung statt Systemwechsel

Mit Blick auf die Soziale Marktwirtschaft sind 39% der Auffassung, dass sich das System in der Krise bewährt hat. 37% Prozent sprechen sich für Veränderungen des Systems aus. Nur 18% fordern einen grundlegenden Systemwechsel.

Begrenztes Vertrauen in Unternehmen

36% der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Überwindung der Corona-Krise leisten, ebenfalls 36% verneinen dies. Bedenken bestehen dagegen beim verantwortungsvollen Umgang der Unternehmen mit Corona-Hilfen: 44% der Befragten geben an, diesbezüglich ein nur geringes Vertrauen zu haben, lediglich 28% haben großes Vertrauen.

Höchste Priorität in der Krise: Arbeitsplatzsicherung

Auf die Frage nach den drei wichtigsten Themen für Unternehmen in der Krise nennt eine große Mehrheit „Arbeitsplätze sichern“ (72%) vor „Digitalisierung vorantreiben“ (41%) und „wirtschaftlichen Erfolg sichern“ (38%). Das Thema „Klimaschutzziele erreichen“ schafft es nur bei 25% der Befragten in die Top 3.

Mehr Resilienz durch Regionalisierung?

Eine deutliche Mehrheit der Befragten in der Studie (59%) ist der Meinung, Unternehmen sollten ihre Lieferketten als Reaktion auf die Corona-Pandemie stärker regional ausrichten.

Im Fokus: Corporate Activism

41% der Befragten sprechen sich dafür aus, dass sich Wirtschafsvertreter*innen stärker an öffentlichen Debatten zur Pandemie beteiligen, nur 24% wünschen sich weniger Beteiligung. In Bezug auf öffentliche Positionierungen zu Verschwörungsmythen gibt es hingegen kein klares Stimmungsbild: 46% der Befragten sind dafür, 49% dagegen.

Was folgt daraus für Unternehmen?

Im Spannungsfeld aus kurzfristigem Krisenmanagement, nachhaltiger Veränderung und globalem Wettbewerbsdruck stellen die Erwartungen der Bürger*innen Unternehmen vor manch schwierige Abwägung. In unserer Studie geben wir Orientierungen, wie sie damit umgehen können.

[Download der WZGE-Studie: Erwartungen an Unternehmen in der Corona-Krise]