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Kolloquium "Ordnungsethik": Politik, Wirtschaft und Wissenschaft würdigen das Werk Karl Homanns

Prof. Karl Homann, erster Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftsethik in Deutschland, Mitbegründer und Stiftungsratsvorsitzender des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik, hat mit seiner wissenschaftlichen Theorie maßgeblich in die Gesellschaft hineingewirkt.

Vielfältige Beispiele hierfür lieferten die rund 60 Teilnehmer des Kolloquiums "Ordnungsethik", das das WZGE am 28. Mai 2013 anlässlich des 70. Geburtstages seines "spiritus rectors" in der Lutherstadt veranstaltet hat.

Aus Sicht der Politik betonten Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, und Eckhard Naumann, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg, die Leistungsfähigkeit des Homannschen Ansatzes. Gerade in Zeiten zunehmender Komplexität von politischen Entscheidungen seien einfache, aber belastbare Orientierungshilfen gefragt, wie sie die Ordnungsethik liefert.

Aus den Reihen der Wirtschaft hatten Dr. Nicola Leibinger-Kammüller Vorsitzende der Geschäftsführung Trumpf GmbH + Co. KG, Michael Diekmann, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE, Franz Fehrenbach, Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, Stefan Fuchs, Vorstandsvorsitzender der Fuchs Petrolub AG und Dr. Jürgen Hambrecht, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der BASF SE, persönliche Grußworte übermittelt. Daraus wurde deutlich, dass die Theorie Karl Homanns Eingang in die Führungsphilosophien globaler Unternehmen gefunden hat.

Für die Wissenschaft hoben Prof. Andreas Pinkwart, Rektor der HHL Leipzig Graduate School of Management , Prof. Christian Kirchner von der Humboldt Universität zu Berlin, Prof. Birgitta Wolff von der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und PD Dr. Tatjana Schönwalder-Kuntze von der Ludwig-Maximilian-Universität München Potenzial und Reichweite der Ordnungsethik hervor. So spiegele sich die Nachhaltigkeit des Hommanschen Werks auch in der hohen Zahl der Schüler und "Enkel" wider, die den Ansatz an vielen Universitäten kontinuierlich fortentwickeln.

Im Ergebnis wurde deutlich, dass Ordnungsethik den Anspruch einer Theorie für die Praxis glaubwürdig einlösen kann; und zwar deshalb, weil sie die Welt, wie sie ist, systematisch in den Blick nimmt: Moral und Ethik werden nicht allein auf individuelle Motivation und gute Gründe der Menschen bezogen, sondern auch auf ihre Handlungsbedingungen. Problemlösungen dürfen sich daher nicht aus dem Appell an gutes Handeln auf der "Spielzugebene" beschränken. Vielmehr müssen sie systematisch auf Ebene der "Spielregeln" wie auch der sie prägenden Ideen - dem "Spielverständnis" - ansetzen.

Das WZGE initiiert und begleitet die hierzu notwendigen gesellschaftlichen Dialoge. In seiner Dankesrede betonte Prof. Homann  zur Freude aller, dass bei dieser Arbeit auch weiterhin "mit ihm zu rechnen sei."