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Internationale Dialogplattform Ethik und gute Unternehmensführung startet am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik

Gemeinsam mit dem Leadership Excellence Institute der Universität Zeppelin (LEIZ) und der Karl Schlecht Stiftung hat das WZGE heute in Anwesenheit von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff die neue Dialogplattform Ethik und gute Unternehmensführung in Wittenberg vorgestellt.

Sie bringt Wissenschaftler, Unternehmen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft unter folgender Fragestellung zusammen: Welche Ansprüche sind aus Sicht der Ethik an gute Unternehmensführung zu stellen? Denkanstöße liefert das am WZGE angesiedelte internationale Doktorandenkolleg: Stipendiaten aus Aruba, Indien, Indonesien, Ghana und Deutschland werden in Praxisprojekten im engen Austausch mit Unternehmen und gesellschaftlichen Stakeholdern an konkreten Problemstellungen arbeiten und dabei ihre interkulturellen Sichtweisen einbringen. Wissenschaftlich angeleitet werden sie von Prof. Josef Wieland (Zeppelin Universität), Prof. Andreas Suchanek (HHL Leipzig Graduate School of Management) und dem künftigen Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensethik und Controlling, der an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Förderung der Friede Springer Stiftung eingerichtet wird. Ein erstes Praxisprojekt des Doktorandenkollegs wurde bereits mit der Bayer AG und der Stiftung Weltbevölkerung vereinbart.

Der Einladung ins Wilhelm-Weber-Haus, dem künftigen Sitz des WZGE, waren mehr als 50 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen und Kultur gefolgt, darunter verschiedene Mitglieder der Initiativen "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft" und "Wittenberg-Prozess der Chemie Sozialpartner".

In seinem Grußwort betonte Ministerpräsident Haseloff: "Hier wird ein Diskurs befördert, der dem Frieden, der Gerechtigkeit und dem Wohlstand nachhaltig dient. Globalisierung, Wettbewerb und die Weltwirtschaftsordnung müssen so gestaltet werden, dass sie dem Wohle aller Menschen dienen."

Karl Schlecht, Gründer des global tätigen Unternehmens Putzmeister und Stifter des Doktorandenkollegs, sagte zur Eröffnung der Plattform: "Unternehmen brauchen für die in ihnen wirkenden Menschen und als Vertrauensbasis für Kunden ein eigenes Wertefundament. Deshalb ist es mir ein Anliegen, die wissenschaftliche Erforschung von guter Unternehmensführung am WZGE zu fördern. Dies dient der Effektivität bei fairem globalen Wettbewerb, von dem unsere Gesellschaft heute profitiert."

Das WZGE verspricht sich von der Plattform wertvolle Denkanstöße für Dialog und wechselseitiges Lernen: "Gemeinsam mit den internationalen Doktoranden, unseren Forschungspartnern sowie den am Wittenberg-Zentrum engagierten Unternehmen und gesellschaftlichen Gruppen können wir unsere Arbeit an alltagstauglicher Ethik vorantreiben", sagte Dr. Martin von Broock, Vorstandsvorsitzender des WZGE.

Bereits am Vormittag hatte das erste Treffen der Stipendiaten im internationalen Doktorandenkolleg am WZGE stattgefunden, bei dem das Studienprogramm von Prof. Josef Wieland und Prof. Andreas Suchanek vorgestellt wurde: Während des dreijährigen Stipendiums muss jeder Doktorand mindestens sechs wissenschaftliche Kurse belegen und mindestens zwei Praxisprojekte durchführen. Die internationale Ausschreibung für die Vergabe weiterer sechs Stipendien erfolgt im Sommer.