Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung auf unserer Website zu geben. Durch das weitere Nutzen der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

WZGE unterstützt Wissenschaftskonferenz in Abu-Dhabi

Vom 23. bis 25. Oktober fand in Abu Dhabi die Konferenz "Arab-German Research Cooperation: New Chances and Challenges in International Academia" der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) statt.

Dabei ging es insbesondere auch um einen Austausch über unterschiedliche gesellschaftliche Sichtweisen auf Innovationen und umstrittenen Technologien im Allgemeinen wie auch die Rolle von Startups im Besonderen. In zwei Paneldiskussionen steuerte Dr. Martin von Broock Impulse aus der Perspektive des WZGE-Ansatzes alltagstauglicher Ethik bei.

Im Austausch mit den Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen, u.a. aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, dem Libanon, Ägypten, Katar und den palästinensischen Autonomiegebieten wurde deutlich, dass sich Übereinstimmungen im Hinblick auf grundlegende ethische Ideale - allen voran die Ideen von Vertrauen und Respekt - ausmachen lassen. Jene Ideale können (gerade auch in der AGYA) Ausgangspunkte für die Bearbeitung konkreter Problemstellungen bieten, etwa die Diskussion spezifischer Energietechnologien. Denn letztlich ist die erfolgreiche Entwicklung und Einführung von Innovation - ob in Deutschland oder der arabischen Welt - stets auf Kooperationen angewiesen. Dafür benötigen Innovatoren das Vertrauen ihrer Partner, etwa von Investoren, Mitarbeitern, Kunden, Behörden und letztlich auch der Öffentlichkeit. Deren Zustimmung wiederum wird bestimmt durch das wahrgenommene Maß an Respekt, mit dem Innovatoren Konflikte aufgreifen und bearbeiten. In den weiteren Diskussionen zeichnete sich ab, dass solche Konflikte in allen Ländern auftreten, indes infolge kultureller Differenzen unterschiedlich gelagert sind.

Die AGYA wurde 2013 von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Arabian Gulf University in Bahrain als erste deutsch-arabische Junge Akademie gegründet, um die Zusammenarbeit exzellenter arabischer und deutscher Nachwuchswissenschaftler und interdisziplinäre Forschungsprojekte zu fördern. An zwei öffentlichen Ausschreibungen zur Mitgliedschaft beteiligten sich mehr als 600 Nachwuchswissenschaftler verschiedener Disziplinen aus 22 Ländern. Jeweils 25 Forscher aus Deutschland und dem arabischen Raum wurden ausgewählt und arbeiten nun in gemeinsamen Projekten und Initiativen.