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Die 8. Akademie für Energie & Akzeptanz findet statt vom 8. bis 13. März 2020 in Lutherstadt Wittenberg.

Das Thema der nächsten Akademie lautet: Energiewende und Digitalisierung: Klimaschutz rauf, Datenschutz runter?

Bewerbungen können bis zum 1. Dezember unter https://ls.wcge.org/aea2020 eingereicht werden. Alle Informationen gibt es hier.

Die digitale Transformation im Energiesektor eröffnet große Chancen für das „Gemeinschaftswerk“ Energiewende und den Klimaschutz: Erneuerbare, dezentrale Stromerzeuger und Speicher können effizient zusammengeführt und gesteuert werden. Stromnachfrage und Stromangebot lassen sich somit besser verzahnen. Darüber hinaus wird durch Sektorkopplung die Vernetzung mit den Bereichen Wärme und Mobilität möglich. Damit leistet die Digitalisierung des Energiesektors nicht nur Beiträge zum Gemeinwohl. Sie kann zugleich individuelle Entlastungen sowie Innovationen und wirtschaftliches Wachstum fördern.

Voraussetzung dafür ist die Bereitstellung und Verwertung von Daten. Doch obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung auf eine raschere Umsetzung der Energiewende drängt, wird der Datenpreisgabe mit Skepsis begegnet. Insbesondere werden verhaltensabhängige Tarife und steuernde Eingriffe in die eigene Versorgung abgelehnt. Offenbar wird die Verteilung von Beiträgen und Erträgen zwischen Datenbereitstellern, Datenverwertern und mittelbar betroffenen Dritten gegenwärtig nicht als hinreichend fair empfunden. Diesem Spannungsfeld widmet sich auch das Ende Oktober vorgelegte Gutachten der Datenethikkommission der Bundesregierung.

Klar ist: Ohne Daten keine Digitalisierung, weniger Energiewende, weniger Klimaschutz. Doch wem können welche Investitionen und Beiträge für die Hebung des Datenschatzes zugemutet werden? Rechtfertigt die Abwehr kollektiver Klimaschädigungen gar eine Einschränkung der informationellen Selbstbestimmung? Gemeinsam mit ExpertInnen beleuchten wir die ethischen Dilemmata und bisweilen nicht-intendierten Folgen des leidenschaftlich geführten Diskurses und untersuchen insbesondere auch die Relevanz von Vertrauen, Dialog und Kompromiss.