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Wittenberger Führungskolloquium: Verantwortlich führen heißt, Werte in den Alltag zu übersetzen

Im Mittelpunkt stand die Anwendung ethischer Instrumente auf alltägliche Konfliktthemen der Unternehmen: Dr. h.c. Eggert Voscherau, Präsident des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) und Hubertus Schmoldt, ehemaliger Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) erläuterten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Vorteile und Bedingungen gelebter Sozialpartnerschaft.

Sylvia Schenk, Juristin und NGO-Vertreterin, sprach über die Voraussetzungen effizienter Regeln im Unternehmen. Bischoff i.R. Prof. Wolfgang Huber bezog Position zum Thema Managervergütungen. Ministerpräsident a.D. Prof. Wolfgang Böhmer nahm Stellung zur Frage unternehmerischer Interessenvertretung in Regulierungsprozessen. Und Margret Suckale, Vorstandsmitglied der BASF SE, illustrierte die gesellschaftliche Verantwortung eines Vorstands anhand von verschiedenen Beispielen. Die Grundlagen der Wirtschafts-, Unternehmens- und Führungsethik steuerten Prof. Andreas Suchanek, Prof. Christian Kirchner und Dr. Martin von Broock vom WZGE bei.

 Als Orientierung für die Entwicklung eigener Standpunkte diente den Nachwuchskräften das "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft", dem inzwischen die Führungsspitzen von 43 Unternehmen und vier Organisationen beigetreten sind. Mit seinen sechs Kernprinzipien sowie den Positionen zu sechs Konfliktthemen liefert das unter Moderation des WZGE entwickelte Leitbild Argumente, die Werte und Realität gleichermaßen berücksichtigen.

Die Idee des Wittenberger Führungskolloquiums fasst Prof. Andreas Suchanek, Vorstand und wissenschaftlicher Direktor des WZGE, wie folgt zusammen: "Unser Ziel ist es, mit dem Format künftige Führungskräfte auf die gesellschaftliche Dimension ihrer Verantwortung vorzubereiten. In der Diskussion mit verschiedenen Stakeholdern können sie ihre ethischen Reflexions-, Gestaltungs- und Argumentationsfähigkeiten schärfen." Die hohe Teilnehmerzahl sowie zahlreiche positive Rückmeldungen zeigen, dass das WZGE mit dem neuen Angebot auf reges Interesse stößt. Entsprechend werden für das Jahr 2013 zwei Kolloquien, eines in englischer sowie eines in deutscher Sprache, geplant.