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Zweites Wittenberger Führungskolloquium: Vertrauen als Wertschöpfungsfaktor

WZGE-Format auch im zweiten Jahr mit hoher Beteiligung- Teilnehmer gründen Alumni-Netzwerk

Verantwortlich führen heißt: Versprechen halten, um Vertrauen zu gewinnen. Denn letztlich bestimmt das äußere Vertrauen maßgeblich die inneren Handlungsspielräume. Aber wie können Entscheider unter Wettbewerbsdruck, im Lichte alltäglicher Konflikte diesem Anspruch gerecht werden? Einsichten und Instrumente vermittelte das WZGE im zweiten Wittenberger Führungskolloquium vom 23. bis zum 25. Oktober 2013 in der Lutherstadt. Rund 30 Entscheider aus 18 Unternehmen diskutierten branchenübergreifend über Herausforderungen und Ansatzpunkte guter Führung.

 Dabei wurde klar: Wer heute erfolgreich ein Unternehmen leiten will, muss zu gesellschaftlichen Themen Stellung beziehen, mitgestalten und die eigenen Entscheidungen nachvollziehbar begründen. Das erfordert neben fachlichen insbesondere auch ethische Kompetenzen. Im Kolloquium ging es nicht nur um deren Vermittlung, sondern insbesondere auch um ihre Anwendung in der Diskussion mit gesellschaftlichen Vertretern: Dr. Reinhard Göhner, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) sprach zum gespannten Verhältnis von Politik und Wirtschaft. Caspar von Hauenschild, Mitglied im Vorstand von Transparency International Deutschland, diskutierte mit den Teilnehmern über die Notwendigkeit unternehmerischer Transparenz. Über die Angemessenheit von Managervergütungen setzten sich die Führungskräfte mit Prof. Klaus Schweinsberg, Mitglied in der Päpstlichen Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice, auseinander. Mit Ministerpräsident a.D. Prof. Wolfgang Böhmer erörterten sie die Verantwortung von Unternehmen für den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft. Aus der Wirtschaft steuerte Tino Zeiske, Leiter Strategie, globale Nachhaltigkeitspartnerschaften und Außendarstellung bei der Metro AG, einen Impuls zum Thema "Unternehmensverantwortung in Krisenzeiten" bei.

Die Grundlagen der Wirtschafts-, Unternehmens- und Führungsethik wurden von Prof. Andreas Suchanek, Prof. Christian Kirchner und Dr. Martin von Broock vom WZGE gelegt. Als Orientierung für die Entwicklung eigener Standpunkte in den Diskussionen diente den Nachwuchskräften das "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft", das inzwischen von mehr als 50 Unternehmen und Organisationen unterzeichnet wurde. Mit seinen Kernprinzipien sowie den Positionen zu Konfliktthemen liefert das unter Moderation des WZGE entwickelte Leitbild Argumente, die Werte und Realität gleichermaßen berücksichtigen.

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig: Das Wittenberger Führungskolloquium ermöglicht Entscheidern wertvolle Einsichten. Denn das Präsenthalten einfacher Werte wird unter dem Druck des Tagesgeschäfts immer schwieriger; umso mehr gilt es, Reflexionsräume einzurichten. Entsprechend fand die Idee eines Alumni-Netzwerkes zur Fortführung der Diskussionen unter Moderation des WZGE großen Anklang. Ein erstes Treffen mit den Teilnehmern des Kolloquiums 2012 hatte bereits am 22. Oktober in Wittenberg stattgefunden; das Format wird nun parallel zum Kolloquium ausgebaut.