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Diplomaten aus aller Welt diskutieren in Wittenberg Fragen globaler Ethik

Dreißig junge Diplomaten aus mehr als zwanzig Staaten nahmen vom 7. bis 10. November 2013 an einem Alumni-Treffen im Rahmen der Internationalen Diplomatenausbildung in Berlin und Wittenberg teil.

Auf Einladung des Auswärtigen Amtes in Kooperation mit dem WZGE beschäftigten sie sich mit Fragen globaler Ethik und netzwerkorientierter Außenpolitik. Die Teilnehmer aus Ländern wie Ägypten, Afghanistan, Aserbaidschan, Brasilien, Indien, Malaysia, Mexiko, Namibia, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Peru, Simbabwe sowie verschiedenen europäische Staaten sind derzeit auf Auslands-Missionen in Botschaften sowie bei europäischen und internationalen Institutionen tätig.

Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Nationen, Kulturen, Wertvorstellungen und Interessen stand in der Lutherstadt das Thema verantwortliches Handeln von Diplomaten im Mittelpunkt. Auch Konflikte zwischen moralischen Prinzipien und den Realitäten des politischen Alltags wurden diskutiert. "Das Wissen um diese Zusammenhänge von Werten und Interessen, das Verständnis für die Positionen der Anderen und das Vertrauen zwischen den Beteiligten sind von zentraler Bedeutung für die Lösung von Problemen" fasste Waldemar Hötte, Vorstand und Geschäftsführer des WZGE, die Gespräche zusammen. Dabei wurde deutlich, dass moderierte Diskussionen über universale ethische Prinzipien und deren Umsetzung im konkreten Alltag ebenso förderlich sind wie neue Ansätze einer netzwerkorientierten Außenpolitik.

Patrick Heinz, Leiter der Internationalen Diplomatenausbildung im Auswärtigen Amt, Petra Bläss-Rafajlovski, ehemalige Vize-Präsidentin des Deutschen Bundestags, sowie Prof. Andreas Suchanek, Prof. Christian Kirchner und Waldemar Hötte vom WZGE gaben inhaltiche Impulse und moderierten die Arbeitsgruppen. Ein Empfang im Auswärtigen Amt mit Vertretern des Diplomatischen Korps in Berlin und eine Rede von Thomas Bagger, Planungschef des Ministeriums, gaben dem Programm eine offizielle Note.

Das Auswärtige Amt lädt mit dem Programm der Internationalen Diplomatenausbildung seit 1992 Nachwuchsdiplomaten aus aller Welt nach Deutschland ein und bereitet sie auf die Herausforderungen ihrer Tätigkeit vor. Unter dem Motto "Miteinander, füreinander, weltweit" werden Voraussetzungen für ein diplomatisches Netzwerk der Zukunft geschaffen.