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3. Wittenberger Führungskolloquium: Manager im Dialog mit Politik, Kirchen, Gewerkschaften und NGOs

Vertrauen ist die wichtigste Ressource erfolgreicher Unternehmen. Denn ohne Vertrauen finden Unternehmen keine Partner für Wertschöpfung, angefangen bei den eigenen Mitarbeitern über Kunden und Lieferanten bis hin zur Öffentlichkeit.

Deshalb ist der Aus- und Aufbau von Vertrauen eine der wichtigsten Aufgaben für Führungskräfte in Unternehmen. Wie aber können diese mit Widersprüchen und Herausforderungen im alltäglichen Spannungsfeld von Werten und Wirklichkeit umgehen? Instrumente und Inspirationen vermittelte das WZGE im 3. Wittenberger Führungskolloquium vom 15. bis zum 17. Oktober 2014 in der Lutherstadt. 25 Entscheider aus 16 Unternehmen verständigten sich branchen- und größenübergreifend über Herausforderungen guter Führung.

Die Ausgangspunkte lieferte neben dem wissenschaftlichen Ansatz des WZGE das von ihm mitentwickelte "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft", welches gegenwärtig von mehr als 50 Unternehmen und Organisationen - darunter alle im Kolloquium vertretenen Konzerne - unterstützt wird. Anschließend ging es darum, die vermittelten Konzepte im Dialog anzuwenden: Wolfgang Tiefensee, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, vermittelte den Teilnehmern die Sicht der Politik auf verantwortliches Unternehmenshandeln. Prof. Nick Lin-Hi, Inhaber der Juniorprofessur für CSR an der Universität Mannheim, sprach über die globale Dimension unternehmerischer Verantwortung. Christian Wolff, bis 2014 Pfarrer an der Thomaskirche Leipzig, diskutierte mit den Teilnehmern über Menschenrechte in der Lieferkette. Sylvia Schenk, Rechtsanwältin und Mitglied von Transparency International, sprach über Bedingungen guter Compliance im Alltag. Michael Linnartz, Leiter der Verbindungsstelle der IG BCE in Berlin, legte Vorteile und Voraussetzungen gelebter Sozialpartnerschaft dar. Im Abendvortrag zeigte Matthias Eiles vom Deutschen Fußballbund Parallelen zwischen Spitzenleistungen in Sport und Wirtschaft auf. Zwischenzeitlich brachte Martin Luther persönlich den Teilnehmern sein Wittenberg nahe. Und abschließend ging Dietmar Kokott als ehemaliger Leiter Obere Führungskräfte bei der BASF SE aus Sicht der Wirtschaft auf erfolgreiche Führung im globalen Kontext ein.

Ziel des Wittenberger Führungskolloquiums ist es, einen Reflexionsraum abseits des Tagesgeschäfts zu schaffen, tiefergehende Dialoge zu ermöglichen und so wechselseitiges Lernen zu fördern. Dieses Angebot wurde von den Teilnehmern dankbar angenommen, wie die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigen. Die Gespräche werden nun im Alumninetzwerk des Wittenberger Führungskolloquiums fortgesetzt.