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WZGE und GIZ unterstützen Ethikkodex für die Wirtschaft in Uganda

Vertreter führender ugandischer Unternehmen und Wirtschaftsverbände haben sich während eines Workshops am 29. und 30. November 2014 in Kampala unter Moderation von WZGE und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf die Schlussfassung des "Code of Ethics for the Private Sector in Uganda" sowie einen Prozess zu dessen Einführung verständigt.

Der Veranstaltung war ein erstes Treffen im November 2013 voraus gegangen, bei dem bereits die Leitsätze für den Kodex entwickelt worden waren. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat Bundespräsident a.D. Prof. Horst Köhler übernommen, Mitglied im Kuratorium des WZGE und Unterstützer verschiedener Afrikainitiativen.

Mit dem Ethikkodex will die ugandische Wirtschaft deutlich machen, dass die notwendigen Entwicklungsfortschritte nur mit verantwortungsvoller Führung in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu erreichen sind. Unter der Kernbotschaft "Make businesses in Uganda sustainable by bringing value to the society" haben die Teilnehmer die Kernwerte Compliance, Success, Respect und Integrity herausgearbeitet, die dann auf die Unternehmensdimensionen Workplace, Marketplace, Environment und Community angewendet werden. Der Prozess zur Implementierung des Kodex in den Unternehmen sieht, neben der persönlichen Verpflichtung durch die Führungsspitzen, den regelmäßigen Austausch zwischen den Mitgliedsunternehmen sowie den Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen vor. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, mit ihrem Bekenntnis einen breiteren Dialog über notwendige Veränderungen in der Gesellschaft anzustoßen und weitere Unternehmen zu gewinnen. Unter den Teilnehmern des Workshops befand sich auch der Director Ethics & Integrity im Presidential Office, der die Unterstützung der Regierung für die Initiative der Privatwirtschaft zugesichert hat. Die Unterzeichnung und Veröffentlichung des Ethikkodex soll zeitnah erfolgen.

Ugandas Wirtschaft ist in den zurückliegenden Jahren in kleinen Schritten stetig gewachsen. Nach wie vor aber behindern Korruption und Vetternwirtschaft maßgeblich die Entfaltung von Unternehmertum und Wettbewerb. Wie internationale Analysen zeigen, liegt das Problem in Uganda nicht in fehlenden Gesetzen und Verfahrenswegen, sondern vielmehr in deren Anerkennung und Anwendung. "Funktionierende Regeln setzen voraus, dass Menschen nicht nur die Inhalte, sondern auch den Sinn verantwortlichen Handelns nachvollziehen können. Genau dort setzt der Ethikkodex an", sagt Dr. Martin von Broock, Vorstandsvorsitzender des WZGE. Ausgangspunkte und Grundstruktur für das Projekt in Uganda lieferte der Prozess "Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft", der vom WZGE in Deutschland bereits seit sechs Jahren moderiert wird und mehr als 50 Unternehmen und Organisationen vereint.