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Das Reformationsjubiläum 2017 - eine Chance für die Wirtschaft?

Am 14. März trafen sich auf Einladung des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik e.V. (WZGE) und des Reformationsjubiläum 2017 e.V. Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft, um aktuelle Fragen der Wirtschaft und der Wirtschaftsethik mit Blick auf das bevorstehende Reformationsjubiläum 2017 zu diskutieren.

Das Arbeitstreffen in Berlin wurde geleitet von Prof. Margot Käßmann (Botschafterin des Reformationsjubiläums 2017) und Prof. Andreas Suchanek (WZGE-Vorstandsmitglied).

Das Reformationsjubiläum 2017 bietet große Chancen für den Austausch mit der Wirtschaft. Die im kommenden Sommer stattfindende Weltausstellung Reformation wird durch die Tore der Freiheit, neben vielen anderen Angeboten, ein Forum für den offenen Dialog zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen eröffnen. In diesem Rahmen soll auch die Verantwortung (in) der Wirtschaft diskutiert und die Beiträge der Unternehmen zur Erneuerung der Gesellschaft beleuchtet werden.

In ihrem Eröffnungsstatement sprach Margot Käßmann von der Reformation als "Weltzuwendung des Glaubens". Die Menschen verstanden erstmals, dass nicht allein das klösterlich-kontemplative Leben gottgefällig sei. Der Beruf, als aktiver Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander, wurde deutlich aufgewertet, so Käßmann. Gerade heute wird die Rolle der Wirtschaft von vielen Menschen kritisch gesehen. Wir wollen darüber mit den Unternehmen ins Gespräch kommen.

Der Wirtschaftsethiker Andreas Suchanek unterstrich die Bedeutung der Sozialen Marktwirtschaft als Ermöglichungs- und Entfaltungsstruktur für die Freiheit des Einzelnen. Die Wirtschaft muss dem Wohl der Menschen dienen. Dabei sollten Unternehmen sowohl die Würde des Einzelnen als auch die Bedingungen von Wettbewerb, Leistungs- und Gewinnorientierung im Blick behalten.

Es folgte eine angeregt konstruktive Diskussion, innerhalb der alle Beteiligten reges Interesse am Programmkonzept des Reformationssommers 2017 zeigten.

Wir freuen uns auf weitere fruchtbare Diskussionen und den konstruktiven Austausch mit den Partnern aus der Wirtschaft.