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2. Jordanisch- Israelisches Wirtschaftsforum in Wittenberg

Zum zweiten Mal fand vom 27. Juni bis 1. Juli das "Forum on Economic Co-Operation - A Jordanian-Israeli Joint Initiative" in Wittenberg statt.

In Zusammenarbeit mit dem vom Friedensnobelpreisträger Simon Peres gegründeten "Peres Center for Peace" und dem in Jordanien ansässigen "Amman Center for Peace and Development" sowie der DaimlerChrysler AG traf sich eine hochrangige zwanzigköpfige Wirtschaftsdelegation aus Jordanien und Israel am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik in der Leucora, um die Handelsintegration beider Staaten zu verbessern. Die Teilnehmer unterzeichneten eine Erklärung, in der sie beide Regierungen zu einer Intensivierung der Zusammenarbeit auffordern. Als ein wesentliches Ergebnis dieser Konferenz wird ein konkreter Maßnahmenkatalog für die Vertiefung der wirtschaftlichen Kooperation beider Staaten vorgelegt.

 "Wechselseitige Handelsintegration und Direktinvestitionen sind fundamentale Triebfedern für die Aufrechterhaltung politischer Stabilität. Nach vier Tagen lebhafter Diskussion kamen die Teilnehmer aus Jordanien und Israel überein, dass ihre Regierungen der Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen diesen Ländern eine höhere Priorität einräumen sollten, um den Frieden auf eine solide Basis zu stellen. Unter dem Schlagwort: "From Trade to Peace" wurde mit diesem Forum nun ein viel versprechender Prozess zwischen Jordanien und Israel weitergeführt, der die friedfertige politische Integration und Kooperation im Mittleren Osten zum Ziel hat," so Prof. Dr. Ingo Pies, wissenschaftlicher Direktor des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik in der Leucorea und Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Bereits im vergangenen Jahr wurde mit der Unterzeichnung der "Wittenberg Deklaration für Zusammenarbeit und Frieden im Nahen Osten" ein entscheidender Impuls für die Ausweitung des Dialogs zwischen beiden Ländern gegeben. Dabei wurde insbesondere die konstruktive Rolle der Wirtschaft für eine Entspannung im Nahen Osten hervorgehoben. Auf dem diesjährigen Forum wurden die bereits erzielten Erfolge vorgestellt und bestehende Probleme der Handelsintegration beider Staaten in einer sehr offenen und vertrauensvollen Atmosphäre erörtert. Die Diskussion konzentrierte sich auf die Grenzprobleme im Jordantal. Dazu wurde ein 18-Punkte-Maßnahmenkatalog beschlossen, der den Export erweitern und das gegenseitige Vertrauen fördern soll. Die Delegationsleiter Smadar Shapira vom Peres Center for Peace und Ex-General Mansour Abu-Rashid, Präsident des Amman Centers, verpflichteten sich ebenso wie die DaimlerChrysler AG, die Gespräche in Jordanien und Israel fortzuführen. Die Teilnehmer dankten dem Wissenschaftlichen Direktor Professor, Ingo Pies, und dem gesamten Team für die Rolle, die das Wittenberg-Zentrum als Vermittler und Impulsgeber in diesem Prozess spielt.