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3. Nahost-Forum in Wittenberg

Vom 3. bis 7 Juli 2005 fanden am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik zum dritten mal Wirtschafts- und Friedensgespräche zwischen Jordanien und Israel statt. In diesem Jahr standen sie unter dem Motto "Tourismus im Nahen Osten" und sollten die länderübergreifenden Potentiale der Reisebranche ausloten und mögliche Kooperationen befördert.

Die Wirtschafts-Delegationen bestanden aus Präsidenten, Eigentümern und Direktoren von wichtigen Touristik-Unternehmen und Hotels sowie Vertretern von Verbänden und Ministerien aus beiden Ländern. Die Teilnehmer diskutierten über Frieden und Sicherheit im Nahen Osten als Voraussetzung für die Entwicklung des Tourismus-Geschäfts. Zugleich wurden konkrete gemeinsame Projekte besprochen, etwa Grenzöffnungs- und Visa-Angelegenheiten, gemeinsame Reise- und Veranstaltungsangebote sowie abgestimmte Marketingmaßnahmen.

 Das "Joint Economics Seminar" wird seit 2003 gemeinsam organisiert vom Amman Center for Peace and Development aus Jordanien unter dem Vorsitz von General a.D. Mansur Abu Rashid, dem Peres Center for Peace, das vom israelischen Vize-Premierminister und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres gegründet wurde und dem Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik, einer Initiative von Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher und US-Botschafter a.D. Andrew Young. Die DaimlerChrysler AG, vertreten durch Godel Rosenberg aus Israel und Josef Schleicher aus Stuttgart, unterstützt diese Friedensgespräche finanziell und organisatorisch.

Zum Abschluss des Forums, das in der Leucorea stattfand, unterzeichneten die Teilnehmer eine Deklaration, die den eigenen Regierungen übermitteln wird. Die Botschaft lautet, dass gute Wirtschaftsbeziehungen zwischen Israel und Jordanien den Weg zu Stabilität und Frieden im Nahen Osten ebnen. Grenzüberschreitender Tourismus ist dabei ein wesentlicher Faktor, um das Verständnis für die andere Nation, Kultur und Religion zu befördern. General Abu Rashid und Idit Nirel vom Peres Center dankten den neuen Vorständen Prof. Doris Fuchs, Ph.D. und Prof. Dr. Andreas Suchanek dafür, dass das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik diese Initiative auf neutralem Boden durchführt, die im eigenen Land nicht zustande gekommen wäre. Der Präsident des Wittenberg-Zentrums, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, hatte die Gäste bereits am Sonntag Abend begrüßt.