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Diplomaten-Forum: Afrika braucht verantwortungsvolle Unternehmen

Die politischen Entscheidungsträger in Afrika können das Gewinnstreben der Unternehmen nutzen zur Weiterentwicklung ihrer Länder und zum Wohle der Menschen.

Denn eine unter fairen Bedingungen funktionierende Wirtschaft fördert Wachstum und Stabilität, führt langfristig zu Wohlstand und sichert so den Frieden. Zu diesem Ergebnis kamen die Vertreter des Diplomaten-Forums am 26. und 27. Februar in Wittenberg.

 Um die notwendigen fairen Regeln zu schaffen, müssen Unternehmen ihrerseits in die gesellschaftliche Zusammenarbeit investieren, beispielsweise durch die Gestaltung guter Rahmenbedingungen (Good Governance) sowie die Etablierung geeigneter Management-Standards. Damit können sie gezielt Vertrauen aufbauen und dem Vorwurf der Ausbeutung des ressourcenreichen Kontinents entgegentreten.

Bereits zum zweiten Mal waren Botschafter aus verschiedenen afrikanischen Staaten zu einem Hintergrundgespräch am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik zusammengekommen. Gemeinsam erörterten sie konzeptionelle Fragen zum Thema "Ethik und Good Governance", insbesondere zur Rolle der Wirtschaft bei der Entwicklung ihrer Länder. Konkret diskutiert wurde die Einbindung der Unternehmen bei der Lösung von Konflikten, in der Korruptionsprävention sowie beim Aufbau von Sozialversicherungen. Außerdem wurde der Ansatz "Marketing for the Poor" von Coimbatore Krishnarao Prahalad ("Bottom of the Pyramid") analysiert.

Unter den Teilnehmern befanden sich die in Berlin akkreditierten Botschafter von Liberia, Malawi, Marokko, Nigeria, Sambia und den Kapverdischen Inseln. Darüber hinaus kamen Diplomaten aus Botswana, Lesotho und Rwanda, ebenso ein Vertreter des Auswärtigen Amtes und des Aga Khan Development Network. Um den Dialog mit der jungen Generation zu fördern, waren auch Nachwuchskräfte aus Deutschland, den USA, Polen, Kolumbien, Spanien und verschiedenen afrikanischen Ländern vertreten. Unter der Leitung von Professor Andreas Suchanek und Tumenta F. Kennedy präsentierten Studierende der Handelshochschule Leipzig Möglichkeiten der systematischen Umsetzung wirtschaftsethischer Überlegungen in die Praxis.

Wie schon beim Diplomaten-Treffen im September 2007 war die Atmosphäre unter den Teilnehmern außergewöhnlich konstruktiv und offen. Die Veranstaltung fand im Programm "Building Global Cooperation New Alliances with Africa" statt. Ein weiteres Treffen ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.