• 10.05.2021

    Wie nehmen Bürger*innen die Wirtschaft in der Krise wahr? Wie ausgeprägt ist ihr Vertrauen in Märkte und Unternehmen? Welche Konflikte zeichnen sich ab? Wir haben repräsentative Daten erhoben und eingeordnet.

    Wie gut wir aus der aktuellen Krise herauskommen, wird auch von der Leistungsfähigkeit unseres Wirtschaftssystems abhängen. Dabei spielt die öffentliche Wahrnehmung von Unternehmen eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit Prof. Philipp Schreck von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben wir eine Studie zur „Unternehmensverantwortung in der Coronakrise“ erarbeitet. Sie basiert auf einer repräsentativen Umfrage mit über 2.500 Befragten, die im Zeitraum von November ‘20 bis Februar ‘21 durch das Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt wurde. Die Kernergebnisse im Überblick:

    Systemveränderung statt Systemwechsel

    Mit Blick auf die Soziale Marktwirtschaft sind 39% der Auffassung, dass sich das System in der Krise bewährt hat. 37% Prozent sprechen sich für Veränderungen des Systems aus. Nur 18% fordern einen grundlegenden Systemwechsel.

    Begrenztes Vertrauen in Unternehmen

    36% der Befragten sind der Ansicht, dass Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Überwindung der Corona-Krise leisten, ebenfalls 36% verneinen dies. Bedenken bestehen dagegen beim verantwortungsvollen Umgang der Unternehmen mit Corona-Hilfen: 44% der Befragten geben an, diesbezüglich ein nur geringes Vertrauen zu haben, lediglich 28% haben großes Vertrauen.

    Höchste Priorität in der Krise: Arbeitsplatzsicherung

    Auf die Frage nach den drei wichtigsten Themen für Unternehmen in der Krise nennt eine große Mehrheit „Arbeitsplätze sichern“ (72%) vor „Digitalisierung vorantreiben“ (41%) und „wirtschaftlichen Erfolg sichern“ (38%). Das Thema „Klimaschutzziele erreichen“ schafft es nur bei 25% der Befragten in die Top 3.

    Mehr Resilienz durch Regionalisierung?

    Eine deutliche Mehrheit der Befragten in der Studie (59%) ist der Meinung, Unternehmen sollten ihre Lieferketten als Reaktion auf die Corona-Pandemie stärker regional ausrichten.

    Im Fokus: Corporate Activism

    41% der Befragten sprechen sich dafür aus, dass sich Wirtschafsvertreter*innen stärker an öffentlichen Debatten zur Pandemie beteiligen, nur 24% wünschen sich weniger Beteiligung. In Bezug auf öffentliche Positionierungen zu Verschwörungsmythen gibt es hingegen kein klares Stimmungsbild: 46% der Befragten sind dafür, 49% dagegen.

    Was folgt daraus für Unternehmen?

    Im Spannungsfeld aus kurzfristigem Krisenmanagement, nachhaltiger Veränderung und globalem Wettbewerbsdruck stellen die Erwartungen der Bürger*innen Unternehmen vor manch schwierige Abwägung. In unserer Studie geben wir Orientierungen, wie sie damit umgehen können.

    [Download der WZGE-Studie: Erwartungen an Unternehmen in der Corona-Krise]

  • 10.05.2021

    Wir initiieren und unterstützen wissenschaftliche Studien und Analysen zu ethischen Fragestellungen. Dabei ist es unser Anspruch, Theorien für die Praxis zu entwickeln. Deshalb binden wir Praxispartner aus unseren Netzwerken aktiv in die Projekte ein.

    Weiterlesen

  • 22.05.2020

    Hier findest du die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen.

    Weiterlesen

  • 22.05.2020

    Angesichts der Vielfalt ethischer Herausforderungen sieht das WZGE es als seine Aufgabe an, bei Studierenden und Nachwuchsführungskräften das Bewusstsein für wirtschaftsethische Lösungsansätze zu schärfen, sie in ihren persönlichen Haltungen zu stärken und ihnen die nötigen Kompetenzen und Qualifikationen zu vermitteln.

    Weiterlesen

  • 22.05.2020

    Die Wittenberger Herbstakademie bietet dir eine einzigartige Gelegenheit, dich außerhalb des Hochschulbetriebs und ohne Leistungsdruck intensiv mit Fragestellungen der Wirtschafts- und Unternehmensethik auseinanderzusetzen.

    Weiterlesen

  • 22.05.2020

    Entscheidungsträger*innen in der Wirtschaft stehen unter hohem gesellschaftlichen Druck: Im Wettbewerb sollen sie erfolgreich sein; zugleich wird von ihnen Integrität und verantwortliches Handeln erwartet. Manager*innen sollen stets das „Richtige“ tun.

    Aber welche Orientierungen für „richtiges“ Handeln gibt es angesichts gegensätzlicher Ansprüche und Interessen? Wie sollen Entscheider*innen handeln, wenn Regeln oder Daten fehlen, unvollständig oder widersprüchlich sind? Wie können sie ihrer Verantwortung im Lichte von Wettbewerb, Knappheit und kulturellen Unterschieden gerecht werden?

    Angesichts wachsender Ungewissheit und rascher Umbrüche stößt ein Denken in herkömmlichen Prozessen und Kennzahlen oft an seine Grenzen. Im Wittenberger Führungskolloquium vermittelt das WZGE Konzepte und Instrumente verantwortlicher Führung: wissenschaftlich fundiert, mit globaler Perspektive und im Dialog mit Partner:innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

    Wir sind überzeugt: Erfolgreiche Führung erfordert Kompetenz und Haltung. Diese zu fördern, ist Anliegen unseres Führungskolloquiums.

    Das Wittenberger Führungskolloquium entstand aus der Initiative „Leitbild für verantwortliches Handeln in der Wirtschaft“.

     

     

  • 22.05.2020

    Das Führungskolloquium richtet sich an Führungskräfte aller Geschäftsbereiche, denen die Unternehmen und Organisationen weitere Aufstiegsperspektiven zuschreiben. Es bietet eine Ergänzung zu fachspezifischen Seminarangeboten.

     

  • 22.05.2020

    Das Führungskolloquium vermittelt Ethik für den Unternehmensalltag:

    • Wie lassen sich Konflikte analysieren (Reflexion)?
    • Welche Möglichkeiten der Lösung gibt es (Gestaltung)?
    • Wie können Entscheidungen begründet werden (Argumentation)?

     

  • 22.05.2020

    Das Führungskolloquium vermittelt Theorie und Praxis in besonderer Weise: Wirtschaftsethische Konzepte werden auf die konkreten Bedingungen des Führungsalltags übertragen und anhand aktueller und kontroverser Themen diskutiert – im Dialog mit Expert*innen aus Politik, Wirtschaft, NGOs, Gewerkschaften, Kirchen oder Medien.

    Dabei bauen wir Brücken zwischen der Verantwortung des Einzelnen (Ethik der Führung), der Verantwortung kollektiver Akteure (Ethik in Unternehmen und Organisationen) und der moralischen Qualität von politischen und wirtschaftlichen Systemen (Ethik der Ordnung).

    Ein kleiner Teilnehmendenkreis sowie innovative und interaktive Lehrmethoden (z.B. Fallstudien und Rollenspiele) fördern den individuellen Lernerfolg. Im Anschluss an das Führungskolloquium bleiben die Teilnehmer*innen im „Netzwerk Führungsethik“ zu wirtschaftsethischen Fragestellungen in Kontakt.

    Tag 1 - Vermittlung: Führende Wissenschaftler*innen vermitteln Konzepte und Instrumente der Wirtschafts-, Unternehmens- und Führungsethik.
    Tag 2 - Anwendung: Im Dialog mit Expert*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft werden Konzepte und Instrumente praktisch angewendet.
    Tag 3 - Reflexion: Erkenntnisse und Ideen werden gemeinsam systematisiert und „lessons learned“ abgeleitet.

  • 22.05.2020

    Keynote-Speaker*innen

    • Hiltrud Werner (Vorständin Integrität und Recht von VW)
    • Annalena Baerbock (Bundesvorsitzende BÜNDNIS 90/Die Grünen)
    • Frank Kohl-Boas (Google; Personalvorstand Nordwest, Zentral & Osteuropa)
    • Reinhard Göhner (Hauptgeschäftsführer BDA)
    • Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt);
    • Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber (Bischof i.R., Ratsvorsitzender EKD i.R.)
    • Margret Suckale (Präsidentin des BAVC)
    • Dr. Burkhard Schwenker (Chairman Roland Berger Strategy Consultants)
    • Wolfgang Tiefensee (Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Thüringen)

     

    Dialogpartner*innen

    • AlgorithmWatch
    • The Aspen Institute
    • Ärzte ohne Grenzen
    • betterplace
    • BMW Betriebsrat
    • Bundesarbeitgeberverband Chemie
    • Deutscher Caritasverband; Deutscher Fußballbund
    • Deutscher Gewerkschaftsbund
    • Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie
    • IBM
    • Päpstliche Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice
    • Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
    • Thomaskirche Leipzig
    • Transparency International Deutschland
    • Generalkonsul Shanghai

     

    Teilnehmende
    Seit 2012 nahmen mehr als 100 Führungskräfte teil, u.a. von 50 Hertz; Allianz; Axel Springer; BASF; Bayer; Bertelsmann; BMW; Commerzbank; Daimler; Deutsche Bank; Deutsche Lufthansa; enviaM; Eon; Evonik; Hapag Lloyd; Henkel; HHL; Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie; K+S; KPMG; Lanxess; Merck; MiRO; Tesvolt; Trumpf; Tutory; UniCredit/ HypoVereinsbank; VNG Verbundnetz Gas; Volkswagen; Wacker Chemie

  • 22.05.2020

    Interdisziplinärer Austausch und spannende Diskussionen in der historischen Altstadt von Wittenberg – das ist die Wittenberger Herbstakademie!

    Weiterlesen

  • 22.05.2020

    heimes o

    Lisa-Marie Heimes
    Projektleiterin

    Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V.
    Schlossstraße 10
    06886 Lutherstadt Wittenberg
    Tel: 03491 / 50 79 115
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

     

     

  • 22.05.2020

    gombert 800x600

    Adrian Gombert
    Projektleiter

    Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V.
    Schlossstraße 10
    06886 Lutherstadt Wittenberg
    Tel: 03491 / 50 79 116
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!