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Prof. Richard Schröder spricht zum Thema "Wertorientierter Schulunterricht in der pluralistischen Gesellschaft"
24.07.2001
Der Theologe und Philosoph Prof. Dr. Richard Schröder kommt zum Öffentlichen Forum des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik. Am 3. September um 19.00 Uhr spricht er im Auditorium Maximum der Stiftung Leucorea zum Thema "Wertorientierter Schulunterricht in der pluralistischen Gesellschaft".
Die Thematik ist hoch aktuell. Die Vermittlung von Werte und Normen hat entscheidende Bedeutung bei der Ausprägung der Persönlichkeit und Entwicklung junger Menschen. Weil viele Eltern damit überfordert sind, steht die Schule als Ort des Lernens und Erlebens für Kinder und Jugendliche in der Verantwortung. Allerdings erweist sich die klassische Orientierung im Religionsunterricht in einer individualisierten und pluralistischen Gesellschaft zunehmend als schwierig. In Deutschland gilt dies vor allem in den Neuen Bundesländern, wo die Mehrheit der Bevölkerung keine religiösen und kirchlichen Bindungen hat. Alternative Wege, z.B. der des Landes Brandenburg mit dem Fach 'Lebensgestaltung- Ethik-Religionskunde' (LER), sind umstritten. Daher soll auf dem Öffentlichen Forum des Wittenberg-Centers die Frage diskutiert werden, ob und wie Werte und moralische Orientierungen in Unterricht und Schule vermittelt werden können.
Prof. Dr. Richard Schröder gehört zu den anerkannten Persönlichkeiten der Bundesrepublik in ethischen Fragen. Er ist Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie/Philosophie an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin. In Zeiten der Wende und Wiedervereinigung wurde er bekannt als Mitglied der Verfassungskommission des "Runden Tisches" und Vorsitzender der SPD-Fraktion in der letzten freigewählten Volkskammer der DDR. Zuletzt war er Vizepräsident der Humboldt-Universität. Vor kurzem hat Bundeskanzler Gerhard Schröder ihn zum Mitglied des neugegründeten Nationalen Ethikrates berufen.
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