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Trauer um Dr. Klaus Schucht
23.01.2001
Plötzlich und unerwartet ist Dr. Klaus Schucht, maßgeblicher Initiator und Gründungsmitglied des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik am 18. Januar 2001 im Alter von 70 Jahren verstorben. Sein Tod ist ein großer Verlust für das Wittenberg-Zentrums und reißt eine große Lücke in den Kreis des Vorstands und des Kuratoriums.
Dr. Schucht war von 1995 bis 1999 Minister für Wirtschaft, Technologie und Europaangelegenheiten in der Landesregierung von Sachsen-Anhalt. Zuvor war der promovierte Bergbauingenieur Sprecher des Vorstandes der Bergbau AG Westfalen (Ruhrkohle) und Vorstandsmitglied der Treuhandanstalt, zuständig für Energiewirtschaft, Chemie, Bergbau und Kommunalvermögen. Besondere Verdienste erwarb er sich durch seine internationalen Verbindungen, mit denen er ausländische Investoren in die neuen Bundesländer geholt hat.
Als Ingenieur war er von den Möglichkeiten und Chancen der modernen Welt fasziniert und durchdrungen von der Überzeugung, dass man sie zum Wohle aller Menschen nutzbar machen kann. Seine verantwortungsbewußte und engagierte Persönlichkeit sowie die freundschaftliche Verbundenheit nach Amerika war eine entscheidende Voraussetzung für die Gründung des Wittenberg-Zentrums. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es u.a. zu verdanken, dass ein Stiftungslehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingerichtet wird.
Bis zuletzt arbeitete Dr. Klaus Schucht mit ganzem Herzen und voller Kraft ans unserer gemeinsamen Vision, eine Welt in Frieden, Gerechtigkeit, Wohlstand und ohne Angst zu schaffen. Dieses in der Arbeit des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik umgesetzt zu sehen, ist ihm durch seinen plötzlichen Tod nur ansatzweise vergönnt gewesen. Sein außergewöhnlicher Einsatz wird uns dauerhaft Vermächtnis und Verpflichtung sein.
R.I.P.
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