Young-Leaders-Seminar "10 Thesen für die Zukunft Afrikas"

Parallel zum G8-Gipfel in Heiligendamm haben sich im Frühjahr 2007 am Wittenberg-Zentrum junge Persönlichkeiten aus verschiedenen afrikanischen Staaten, Deutschland und den USA getroffen. Gemeinsam diskutierten sie über unternehmerisches Denken, eigenverantwortliches Handeln und die Nutzung von Potenzialen in Afrika. Dabei wurde deutlich, dass Afrikas Möglichkeiten und Stärken in Europa immer noch unterschätzt werden:  Während China seinen Hunger nach Rohstoffen in Afrika zu stillen versucht und seine Investitionen zügig vorantreibt, halten sich die westlichen Industrienationen weiterhin zurück. Sie sehen Afrika vor allem als "K-Kontinent": K für Kriege und Konflikte, Korruption und Kriminalität, Krankheiten und Katastrophen.

Gerade auch in Deutschland hat man lange Zeit unter dem Schlagwort "Entwicklungszusammenarbeit" primär auf Wohltätigkeit oder "Hilfe zur Selbsthilfe" gesetzt. Die ökonomischen Potenziale und die wirtschaftlichen Interessen Afrikas wurden dagegen weitgehend ausgeblendet.
Hier muss nach Ansicht der jungen Afrikaner ein Umdenken erfolgen: Gefragt sind mehr Unternehmer- und Investitionstätigkeit und weniger Reden über Wohltätigkeit. Nur so kann der Kontinent langfristig seine eigenen Stärken entfalten und im Zeitalter der Globalisierung zur Geltung bringen.

Ihre Ergebnisse haben die Teilnehmer in zehn Thesen zusammengefasst, die sich an Menschen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wenden. Die zentrale Idee lautet: Ein ökonomischer Denkansatz ist notwendig, um die Entwicklung Afrikas selbstbestimmt und eigenverantwortlich voranzutreiben und Potenziale zum gegenseitigen Vorteil fruchtbar zu machen. Dazu gehören auch glaubwürdige und faire Spielregeln sowie das Verständnis von verantwortungsvollem Handeln unter den jeweiligen landespezifischen Besonderheiten.

10 Thesen für die Zukunft Afrikas

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