Globale Gesellschaft
Die globale Gesellschaft wächst zusammen: Menschen an entfernten Orten der Welt trennen nur wenige Mausklicks. Das bietet außerordentliche Möglichkeiten der Begegnung, des wechselseitigen Lernens, des Handels und der Zusammenarbeit. So können durch Globalisierung, Marktwirtschaft und Arbeitsteilung viele Menschen teilhaben an den weltweiten Wertschöpfungsprozessen, so der Armut entfliehen und zu Einkommen und Wohlstand kommen.
Doch die Globalisierung bringt zwangsläufig auch Risiken und Konflikte mit sich. Die Ursachen liegen vor allem in unterschiedlichen Wertvorstellungen und Interessen, in knapper werdenden Ressourcen aber auch in zunehmenden Abhängigkeiten.
Daraus entstehende Probleme - allen voran Hunger, Armut, Kriege, Klimawandel, aber auch Terrorismus und Finanzkrisen - betreffen immer mehr Menschen unmittelbar, nicht nur in Entwicklungsstaaten. Die Lösung dieser geteilten Probleme verlangt ein gemeinschaftliches Handeln von Regierungen, Unternehmen und Organisationen. Allerdings braucht ein solches, konzertiertes Handeln gemeinsame Orientierungspunkte und Maßstäbe. Und diese müssen anschlussfähig sein an die unterschiedlichen Weltanschauungen, Religionen und Kulturen der Menschen, um Akzeptanz zu finden. Darin zeigt sich die Notwendigkeit globaler Ethik.
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