Summer School 2008 - Ethics in Global Leadership
Das Wittenberg Zentrum für Globale Ethik und die Handelshochschule Leipzig veranstalten in dieser Woche eine internationale Summer School zum Thema "Sustainability and Corporate Responsibility in a Globalized World" (Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung in der globalisierten Welt). Auf dieser Sommerakademie werden konkrete Probleme sowie Lösungsansätze zum verantwortlichem Handeln im Zeitalter der Globalisierung entwickelt.
Insgesamt 50 Teilnehmer, unter ihnen Doktoranden der HHL Leipzig und Young Leaders des Wittenberg Zentrum für Globale Ethik aus allen fünf Kontinenten arbeiten auf wissenschaftlicher Grundlage an zentralen Fragen der Wirtschaftsethik. Im Mittelpunkt des fünftägigen Programms stehen zum einen Konzepte zur Korruptionsprävention, die entscheidend für die gute Entwicklung vieler Länder der Erde sind. Darüber hinaus werden Fragen nachhaltigen und ethischen Investments sowie der Ansatz "Bottom of the Pyramid" ('Marketing für die Armen') behandelt, der für Unternehmen zunehmend an Relevanz gewinnt. Diese Themen werden in Wirtschaft und Gesellschaft, auch bei den internationalen Organisationen und den Vereinten Nationen als Lösungsansatz für nachhaltige Entwicklung diskutiert.
Am Donnerstag präsentieren die Teilnehmer im Wittenberger Rathaus die Er-gebnisse ihrer Arbeiten, die teilweise in intensiven Nachtschichten an der HHL entstanden sind. Einige Experten aus der Praxis werden dabei kritische Rückmeldungen geben, u.a. die in Berlin akkreditierten Botschafter aus Malawi und Mosambik sowie der deutsche Geschäftsführer von Transparency International, einer führenden Nichtregierungsorganisation im Kampf gegen Korruption. Auch einige Vertreter von Unternehmen sind anwesend, darunter BP, KPMG und Siemens. Oberbürgermeister Naumann, der zugleich Präsident des WZGE ist, wird die Gäste begrüßen. Am Freitag endet dann die Summer School mit konkreten Umsetzungsvorschlägen für die Praxis. Auch in den kommenden Jahren werden weitere Veranstaltungen dieser Art mit jungen Wissenschaftlern aus aller Welt vom Wittenberg Zentrum für Globale Ethik durchgeführt.

"Gewinner und Verlierer - so darf das nicht sein in der globalen Gesellschaft. Alle müssen zu den Gewinnern zählen! Und das Erkennen der Interessen des Anderen bedeutet auch die Chance für einen selbst."
Hans-Dietrich Genscher
Gründer des Wittenberg-Zentrums
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