Wirtschaftsethik muss interdisziplinär vermittelt werden, Prof. Suchanek im Interview mit der FAZ
10.11.2009
Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist die Management-Ausbildung in die Kritik geraten. Gefordert wird, künftigen Entscheidern neben fachlichen Kompetenzen in stärkerem Maße Verantwortungsbewusstsein und wertorientiertes Handeln zu vermitteln. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung spricht Prof. Andreas Suchanek über die daraus resultierenden Herausforderungen für Forschung und Lehre. Seine zentralen Botschaften lauten:
- Wirtschaftsethische Ausbildung muss interdisziplinär erfolgen: Es geht um die Vermittlung allgemeiner Prinzipien der Unternehmensführung, und nicht um spezifische CSR-Ansätze o.ä.
- Notwendig ist die Integration von Theorie und Praxis: Eine wirtschaftsethische Konzeption muss theoretisch fundiert sein, um "über den Tag hinaus" Gültigkeit zu erreichen. Zugleich muss sie hinreichend einfach sein, um "im Alltag" gelebt werden können.
- Wirtschaftsethische Ausbildung kann nur bedingt individuelle Einsichten generieren - sie zielt vielmehr darauf ab, den Boden für solche Einsichten zu bereiten: Künftige Entscheider erhalten Konzepte und Instrumente an die Hand, um die ethischen Herausforderungen ihres späteren Berufslebens eigenverantwortlich zu meistern.
Das komplette Interview können Sie über das FAZ-Archiv beziehen.
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