Lehrstuhl für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der HHL gegründet

03.09.2009

Prof. Andreas Suchanek, Vorstand des Wittenberg-Zentrums, ist seit 1. September  2009 Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der HHL - Handelshochschule Leipzig.

Ziel des Lehrstuhls ist die Weiterentwicklung einer Konzeption von Wirtschafts- und Unternehmensethik, die integrative Forschung und Lehre voranbringt. Im Mittelpunkt des Ansatzes steht die Goldene Regel, die Prof. Andreas Suchanek wie folgt formuliert: "Investiere in die Bedingungen der generationenübergreifenden gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil." Die Dr. Werner Jackstädt-Stiftung fördert den Lehrstuhl mit 1,5 Mio. Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Der Stifterverband begleitet diese Förderung.

Die Bedeutung der Wirtschaftsethik in Theorie und Praxis hebt Dr. Konrad Schily, Vorsitzender des Kuratoriums für Betriebswirtschaftslehre der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, hervor: "Die Ökonomie bestimmt unsere Welt. Nicht erst die jüngsten Verwerfungen der Finanzkrise haben gezeigt, dass wir ethische Grundsätze in der Wirtschaft entwickeln und anwenden müssen."

Diese Entwicklung ethischer Grundsätze verlangt interdisziplinäre Forschung. Denn  ethische Prinzipien können langfristig nur bestehen, wenn sie systematisch, d.h. theoriegeleitet im Lichte der Bedingungen des gesellschaftlichen  Alltags entwickelt werden. Darunter fallen zum Beispiel der globale Wettbewerb, zunehmende Knappheiten oder auch Werte- und Interessenkonflikte. Es geht darum, wie legitime Eigeninteressen und Moral in der modernen Gesellschaft füreinander fruchtbar gemacht werden können.

Die Etablierung ethischer Prinzipien in der Praxis erfordert einen permanenten Theorie-Praxis-Transfer. Denn Grundlagen verantwortlichen Handelns müssen angemessen vermittelt werden. Gleichzeitig liefern entsprechende Dialoge wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Konzeption. Genau an dieser Schnittstelle arbeitet das Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik; Lehrstuhl und Zentrum werden deshalb auch künftig eng kooperieren, um das gemeinsame Anliegen - die Förderung der gesellschaftlichen Zusammenarbeit zum wechselseitigen Vorteil - weiter voranzutreiben.

Der neue Lehrstuhl schließt nahtlos an die bisher durch DOW Deutschland geförderte DOW-Forschungsprofessur für Nachhaltigkeit und Globale Ethik an der HHL an.

Weitere Informationen: www.hhl.de

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