Am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik e.V. gibt es zum 1. Januar 2006 eine personelle Veränderung im Präsidium. Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz beendete aufgrund seiner vielfältigen anderen Verpflichtungen als Kultusminister des Landes Sachsen-Anhalt seine Präsidentschaft. Das Präsidium wählte Oberbürgermeister Eckhard Naumann zum neuen Präsidenten. Auf amerikanischer Seite bleibt Botschafter a.D. Andrew Young Präsident der deutsch-amerikanischen Initiative.
Professor Olbertz,, bleibt weiterhin Mitglied des Präsidiums. Oberbürgermeister Naumann würdigte die Verdienste seines Vorgänger um die Weiterentwicklung des Vereins. „In durchaus schwierigen Zeiten hat Professor Olbertz mit großer Tatkraft das Wittenberg-Zentrum auf einen guten Kurs geführt und dabei auf greifbare und realistische Zielsetzungen geachtet. Das Präsidium dankt ihm sehr für seine außerordentlichen Einsatz im Ehrenamt.“
Im letzten Jahr gab es am Wittenberg-Zentrum für Globale Ethik eine intensive konzeptionelle Diskussion um die zukünftige Ausrichtung. Dabei hat sich, auch aufgrund zahlreicher Vorfälle in Wirtschaft und Gesellschaft, die Frage der wirtschaftsethischen Ausbildung von Führungskräften als ein Leitthema herauskristallisiert. In Zukunft werden in Wittenberg verstärkt Angebote für Unternehmen entwickelt, in denen Kompetenzen für werteorientiertes und verantwortungsbewusstes Handeln vermittelt werden. Ein erstes Management-Seminar mit der deutschen Führungsebene eines internationalen Großkonzerns hat bereits stattgefunden.
Weitere Schwerpunkte des Zentrums sind die bereits seit Jahren erfolgreichen Young-Leaders-Seminare und Dialog-Foren. Darüber hinaus wird das Programm „Building Global Cooperation: New Alliances with Africa“ fortgesetzt, bei dem junge afrikanische Hoffnungsträger und Experten zu einem Forum „Afrika 2015-2050“ eingeladen werden. |