Global Compact

Bei diesem Young-Leaders-Seminar wurden die Zukunftspotentiale des Global Compact diskutiert. Ziel des Seminars war eine Bestandsaufnahme der Initiative sowie die Herausarbeitung möglicher Entwicklungsperspektiven der Initiative. Als Experten stellten sich Frau Hildebrandt von der GTZ, Frau Gerteiser von Econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung sowie Herr Heger aus der Abteilung Politik und Außenbeziehungen der DaimlerChrysler AG für das Seminar zur Verfügung. Für die Teilnehmer des intensiven Arbeitsseminars war die Frage: “Global Compact: PR-Gag oder Wegweiser für Global Governance?” von besonderer Relevanz. Als zentraler Punkt der Diskussion wurde die bislang beobachtbare "Projektitis" des Global Compact, d.h. die Dominanz von Einzelprojekten der Unternehmen hervorgehoben. Es wurden mögliche Reformprozesse für den Global Compact besprochen, die einerseits den nichtbindenden Charakter  des Global Compact nicht in Frage stellen, andererseits aber kollektives Vorgehen der Unternehmen fördern.

Der Global Compact geht auf eine Initiative des UN-Generalsekretärs Kofi Annan zurück und will  weltweit agierende Unternehmen als Partner zur Förderung von Menschenrechten, Arbeits- und Sozialnormen sowie Umweltstandards gewinnen. Der Global Compact versteht sich damit als ein zusätzliches globales Instrument zur Förderung der Unternehmensverantwortung. Die Mitwirkung im Global Compact ist freiwillig und hat keine Bindungswirkung. Es handelt sich vielmehr um ein auf gemeinsamen Prinzipien basierendes Lernforum, bei dem sozial verantwortungsbewußtes unternehmerisches Verhalten veranschaulicht und verbreitet wird. Der Globale Pakt ist ein Netzwerk aus UN-Organisationen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft und regionalen Global Compact Foren.